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4 Dinge ohne die kein (Analog-) Fotograf auskommt

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Was gehört alles in meine Fototasche?

Analogfotografen sind schon ein seltsames Völkchen. Sie wählen eine, nach heutigen Standards, veraltete Technik, wo es doch so viel einfacher sein könnte, Fotos digital aufzunehmen. Sie plagen sich mit alten, schwer zu reparierenden Kameras, aber: trotzdem oder gerade deswegen macht es einen Riesenspaß.

Im folgenden Artikel will ich 4 Hilfsmittel vorstellen, die für mich als Analogfotograf wichtig sind.

Filter

Filter sind für alle Fotografen ein wichtiges Zubehörteile. Aber insbesondere, wenn man analog fotografiert, sind sie noch wichtiger. Es gibt viele Arten von Filtern, manche sinnvoll, manche weniger sinnvoll. Ich will hier die Filtertypen vorstellen die ich selbst benutze und für sinnvoll erachte.

Fotofilter, Schraubfiler, Gelbfilter
verschiedene Filter verschiedener Hersteller

Farbfilter

Sie sind ein unerlässliches Zubehör für alle, die schwarz weiß Film nutzen. Farbfilter* gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Von gelb-grün bis hin zu rot oder blau.

Für verschiedene Anwendungsgebiete werden verschiedene Farben genutzt. Am häufigsten und meisten werden wohl die Filter gelb* und orange* benutzt. Da ich viel in der Natur unterwegs bin, nutze ich aber oft auch einen gelb-grünen Filter.

Gelbfilter und Orangefilter

Für Portraitfotografen lohnen sich oft auch Orange- oder Rotfilter*, da diese die Haut sehr ausgeglichen darstellen. So werden zum Beispiel Hautunreinheiten von einem Orange- oder Rotfilter kaschiert. In der Landschaftsfotografie kommen sie zum Einsatz, wenn z. B. dramatische Himmel aufgenommen werden sollen.

ND-Filter

ND-Filter* werden dazu genutzt die Belichtungszeit zu verlängern oder bei gleicher Belichtungszeit die Blende zu vergrößern.

Dies kann unterschiedliche Anwendungsfälle haben Ein typischer Anwendungsfall wären zum Beispiel Langzeitaufnahmen. Diese Langzeitaufnahmen sind bei Tageslicht oft nicht möglich, deshalb muss das einfallende Licht künstlich verringert werden.


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ND-Filter* gibt es in verschiedenen Stärken. Je nachdem, was man damit vorhat, werden stärkere oder schwächere ND Filter genutzt. Oftmals haben sie den Verlängerungsfaktor schon im Namen. ND2 bedeutet eine Verdopplung der Belichtungszeit, ND8 eine achtfache Verlängerung.

ND-Filter* können auch gestapelt werden, um ihre Effekte zu bündeln. Für den Anfang empfiehlt sich vielleicht ein kleines Set aus mehreren Stärken, z. B. ND2, ND4 und ND8.

Konversionsfilter

Konversionsfilter* benutzt man in der Farbfilmfotografie. Manchmal kommt es vor, dass man einen Farbfilm eingelegt hat, der für Sonnenlicht sensibilisiert ist, aber unter Kunstlicht ein Foto gemacht werden soll.

Ein bläulich eingefärbter Filter hilft in genau dieser Situation. Jeder kennt die Farbverschiebungen, wenn man einen solchen Filter nicht nutzt. Scannt man den Film später ein, kann der Weißabgleich natürlich auch am PC erfolgen.

Aber für all diejenigen die auf Papier abziehen, lohnt sich ein solcher Filter.

Natürlich gibt es diesen Konversionsfilter* auch umgekehrt, als leicht rötlichen Filter. Er macht Tungsten-Film bei Tageslicht nutzbar.

Filtertypen

Bei Filtern kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Zuerst muss sichergestellt werden, dass der Filter auf das Objektiv passt. Dazu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: erstens einen Schraubfilter und zweitens ein Aufstecksystem*.

Schraubfilter* haben den Vorteil dass sie klein, leicht und unauffällig im Gepäck verstaut werden können. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie nur auf eine bestimmte Filtergröße passen, außer man kauft noch Step-Up Adapter.

Ein Aufstecksystem* hat den Vorteil, dass es mit einer Aufnahmevorrichtung auf viele Objektive angesetzt werden kann. Allerdings sind sie wesentlich größer und stärker als Schraubfilter.

Schraubfilter findet man wie Sand am Meer. Allerdings sollte man darauf achten eine gewisse Qualität zu kaufen.

Meine Empfehlung wären schraubt Filter von B+W*. Alternativen sind Filter von Heliopan* oder Hoya*.


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EXIF Daten für Filme? Kein Problem!

Als Fotograf, der auf Film fotografiert, steht man unweigerlich vor dem Problem, wie man die Aufnahmeeinstellungen später den Bildern zuordnet. Wenn die Bilder dann noch eingescannt werden, ist man oft froh, wenn in der Bildverwaltung, z. B. in Lightroom oder Ähnlichem, die entsprechenden Parameter, wie Blende und Verschlusszeit, aufgerufen werden können.

Film Rolls – Die App für unterwegs

Um dies zu erreichen nutze ich unterwegs eine App – Film Rolls. Sie erlaubt mir mit meinem Handy schnell und einfach das entsprechende Objektiv, die entsprechende Kamera, den Film und die Aufnahmeeinstellungen zu speichern. Außerdem habe ich so auch direkt einen Überblick über die Filme, die vielleicht noch in verschiedenen Kameras sind.

AnalogExif – zum Einpflegen der Exif-Daten

Zu Hause benutze ich dann die Software AnalogExif, um die unterwegs gespeicherten Daten in die Bilder zu schreiben. Somit kann ich auch Jahre später noch nachvollziehen, welche Blende oder Verschlusszeit ich bei welchem Bild genutzt hatte.

Sowohl die App als auch das Programm sind kostenlos und darüber hinaus auch sehr einfach zu bedienen.

AnalogExif

Belichtungsmesser

Unsere alten Schätzchen haben oft einen Mangel, Ihnen fehlt ein Belichtungsmesser. Daher macht es als Fotograf, insbesondere wenn man mit Film fotografiert, Sinn einen externen Belichtungsmesser zu nutzen. Ich möchte im Folgenden drei externe Belichtungsmesser vorstellen, für jeden Geschmack sollte da etwas dabei sein.

Gossen Digisix2 – Der günstige Handbelichtungsmesser

Handbelichtungsmesser gibt es wie Sand am Meer. Einen sehr zuverlässigen Kandidaten und für grundlegende Dinge absolut ausreichenden Handbelichtungsmesser ist der Gossen Digisix2*.

Er ermöglicht sowohl Licht- als auch Objektmessung. Sein großes LCD Display macht das Ablesen sehr einfach. Ein Drehrad dient der Einstellung und nach der Messung erscheinen die entsprechenden Einstellungen auf dem Display des Gossen Digisix2*.

Sekonic Litemaster Pro 478D – Der All-in-one Belichtungsmesser

Einige Stufen über dem Gossen Digisix2* finden wir einen Belichtungsmesser, der ein sehr schönes Touch Screen besitzt.

Der Sekonic Litemaster Pro 478D*. Mit ihm kann man über die Basisfunktionen hinaus auch Blitzlicht messen. Außerdem besitzt er über einen Spot Belichtungsmesser mit 5°. Es gibt auch noch eine Version größer, falls jemand etwas Wasserdichtes sucht oder mit Highspeed Syncfunktion. Aber für die meisten Nutzer ist der Sekonic Litemaster Pro 478D* perfekt und mehr als ausreichend.

KEKS EM-01 – Der Belichtungsmesser für den Blitzschuh

Trotz seines Namens und seiner Größe sollte man ihn nicht essen: der KEKS EM-01*.

Er ist ein wirklich winziger Belichtungsmesser, den man auf den Blitzschuh schiebt.

Der KEKS EM-01* bietet Blenden- oder Zeitvorwahl sowie ein 30° Messfeld. Er besitzt ein schönes OLED Display und wird über vier Tasten auf der Oberseite gesteuert.

Die Unterseite ist so konstruiert dass er auf verschieden sitzenden Blitzschuhe montiert werden kann. Dazu wird die Blitzschuhaufnahme so angepasst, dass der KEKS EM-01* links, mittig oder rechts auf dem Blitzschuh sitzt.

Aufgeladen wird er über USB-C und es gibt ihn sowohl in Silber als auch in schwarz.

Die Gratislösung – Belichtungsschablone

Ich habe als Notfallreserve immer eine manuelle Belichtungsschablone dabei. Sie funktioniert, indem die Lichtverhältnisse und die ASA des Films aufeinander ausgerichtet werden. Jetzt kann eine Blenden-Zeit-Kombination abgelesen werden.

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Belichtungsschablone

Funktioniert garantiert ohne Batterien. Meine Empfehlung: etwas dickeres Papier nehmen und zusätzlich laminieren, dann ist es auch bedingt wasserfest.

Die Schablone gibt es hier: http://www.squit.co.uk/photo/exposurecalc.html


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Kameratasche

Was wäre ein Fotograf ohne seine Kameratasche? Ich bin ein Freund der Tasche und nicht des Umhängegurtes.

Meistens ist es auch so, dass ich noch ein bisschen Zubehör mitnehme und dann bräuchte ich so oder so eine Tasche, in der ich alles transportieren kann. Ich persönlich setzte auf eine Billingham Hadley small*. Sie hat ein großes, individuell anpassbares Hauptfach außerdem zwei Frontfächer, in denen man Filme, Belichtungsmesser oder Filter verstauen kann.

Billingham Hadley small
Billingham Hadley small*

Außerdem gefällt mir gut, dass sie zum Öffnen keinen Klettverschluss verwendet. Denn durch den Klettverschluss werden oft Objektive oder die Kamera verkratzt.

Die Billingham Hadley small* besitzt zwei Knöpfe mit Leder Laschen und lässt sich auch sehr gut einhändig öffnen.

Billingham Hadley small
Billingham Hadley small*

Außerdem hat sie noch ein großzügiges Rückfach, in dem etwas flaches, wie z. B. ein Notizheft oder ein Tablett verstauet werden kann. Die Verarbeitung ist zudem erstklassig und der Stoff wasserdicht. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, die Billingham Hadley small* hat mir schon ein paar Komplimente verschafft.

Alternativ kann ich auch die Taschen von Ona* empfehlen. Sie sind etwas hochpreisiger, aber vielleicht findet der ein oder andere, der Leder bevorzugt, dort etwas Passenderes.

TR

Kamerakult

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